Was ist Wohngeld?
Wohngeld ist ein staatlicher Mietzuschuss für Haushalte mit geringem Einkommen, die keine anderen Sozialleistungen (wie Bürgergeld) beziehen. Es dient dazu, Mieter und Eigentümer finanziell zu entlasten und ein angemessenes Wohnen zu sichern. Die Höhe ist abhängig von der Miete, dem Gesamteinkommen und der Anzahl der Haushaltsmitglieder.
Wer bekommt Wohngeld?
- Mieter erhalten einen Mietzuschuss.
- Eigentümer, die ihre Immobilie selbst nutzen, erhalten einen Lastenzuschuss.
Voraussetzung ist, dass Sie keine Transferleistungen (wie Bürgergeld, Grundsicherung im Alter oder BAföG) beziehen, in denen die Unterkunftskosten bereits enthalten sind.
Wovon hängt die Höhe ab?
Die Berechnung erfolgt nach einer komplexen Formel (WoGG), basierend auf:
- Anzahl der Haushaltsmitglieder: Berücksichtigt werden alle Personen, die dauerhaft im Haushalt leben.
- Gesamteinkommen: Das Bruttoeinkommen aller Mitglieder abzüglich pauschaler Abzüge (Werbungskosten, Steuern, Sozialversicherung).
- Höhe der Miete: Es gilt eine Obergrenze, die von der Mietstufe der Gemeinde abhängt.
- Mietstufe: Jede Gemeinde in Deutschland ist einer Stufe von 1 (günstig) bis 7 (teuer) zugeordnet.
Unterschied zum Bürgergeld
Wohngeld ist eine vorrangige Leistung. Das bedeutet: Wenn Sie durch Wohngeld (plus eventuell Kinderzuschlag) Ihren Bedarf decken können und somit kein Bürgergeld mehr benötigen würden, müssen Sie Wohngeld beantragen. Dies verhindert, dass Sie in das SGB II System rutschen.
Stand: März 2026